1% des Stroms von 2017 stammt aus Photovoltaik – Potenzial rund 40mal höher

Der gelieferte Strom in der Schweiz stammt zu 68% aus erneuerbaren Energien und ist im Vergleich zum Vorjahr um 6% gestiegen. Der grösste Teil stammt dabei mit 60% aus Wasserkraft. 1% stammt aus Photovoltaik-Anlagen, dies entspricht 1.7 Terrawattstunden (TWh). Gemäss Bundesamt für Energie (BFE) ist das Potenzial jedoch riesig. Stattet man geeignete Schweizer Hausdächer und -fassaden mit PV-Modulen aus, könnten bis zu 67 TWh pro Jahr Solarstrom produziert werden.

Zum Vergleich: Der gesamte Stromverbrauch der Schweiz belief sich im Jahr 2017 auf 57.3 TWh.

Liefermix nicht gleich Produktionsmix

Den Strom aus Schweizern Steckdosen bezeichnet man als Liefermix. Als Produktionsmix bezeichnet man den in der Schweiz produzierten Strom. Es findet ein reger Handel des Stroms zwischen der Schweiz und dem Ausland statt. 70% des in der Schweiz verbrauchten Stroms stammte 2017 auch aus der Schweiz.

15.1% des Stroms aus Schweizer Steckdosen produzierten Kernkraftwerke. Dieser Wert ist deutlich tiefer als der Anteil der Kernenergie am Produktionsmix. (32%). Bei den neuen erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft) wurde rund 91% des Stroms in der Schweiz produziert.

Stromproduktion 2017 nach Kraftwerkkategorien

  • Laufwasserkraftwerke 25,9%
  • Speicherkraftwerke 33,7%
  • Kernkraftwerke 31,7%
  • Konventionell-thermische Kraft- und Fernheizkraftwerke (nicht erneuerbar) 2,7%
  • Konventionell-thermische Kraft- und Fernheizkraftwerke (erneuerbar) 2%
  • Diverse erneuerbare Energien 4%
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