Photovoltaik-Anlagen erzielen ein Rekordzubau im Jahr 2020

Swissolar, der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie, berichtet im März über einen Rekordzubau im Jahr 2020 bei Photovoltaik-Anlagen. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden mindestens 30 Prozent mehr Anlagen in Betrieb genommen.

Die offizielle Statistik für den Solarenergie-Zubau 2020 wird zwar erst im Juli 2021 vorliegen, trotzdem ist schon jetzt klar, die Schweiz verzeichnet im Jahr 2020 einen neuen Rekordzubau um ungefähr 30 Prozent bei den Photovoltaik-Anlagen.

Photovoltaik-Anlage Rekordzubau im Jahr 2020

Kürzere Wartefristen und Pandemie als Grund

Für das starke Marktwachstum ist vor allem die Verkürzung der Wartefrist bei der Einmalvergütung verantwortlich, welche auf wenige Monate reduziert werden konnte. Auch die 2019 stärker ins Zentrum gerückte Klimakrise hat vermutlich die Solar-Integration vorangetrieben. Zudem hatte die Corona-Pandemie wohl einen Einfluss auf den Solarzubau: Der Wunsch nach Eigenständigkeit nahm zu und lang gehegte Ideen konnten realisiert werden. Aber auch finanziell stand mangels anderer Ausgabemöglichkeiten mehr Kapital zur Verfügung.

Zur Erreichung der Ziele muss der Zubau um den Faktor 4 gesteigert werden

Der Rekordzubau darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Zubau zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der Schweiz noch massiv gesteigert werden muss.

Zur Erreichung der Ziele braucht es aus Sicht der Schweizer Solarbranche folgende politische Massnahmen:

1. Stärkere Förderung von Anlagen ohne Eigenverbrauch

Denn viele Dächer von Ställen, Lagerhäusern und ähnlichen Gebäuden werden heute nicht mit Solaranlagen ausgestattet, da der Strom nicht an Ort und Stelle verbraucht werden kann. Ähnliches gilt für Parkplatzüberdachungen, Lärmschutzwände und weitere Infrastrukturen. Hierzu wurde von Nationalrat Girod eine parlamentarische Initiative bereits überwiesen.

2. Pflicht zur Eigenstromerzeugung bei Neubauten

Mit Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. In einem weiteren Schritt ist eine Verpflichtung zur Nutzung bestehender Dach- und Fassadenflächen zu prüfen.

3. Hürdenabbau bei der Erstellung von Freiflächenanlagen

Die kürzlich veröffentlichte Studie der ZHAW zeigt auf, dass Solaranlagen ausserhalb von Gebäuden nur mit Schwierigkeiten eine Baubewilligung erhalten. Davon betroffen sind sinnvolle Nutzungen wie Parkplatzüberdachungen, Systeme zum Schutz empfindlicher landwirtschaftlicher Kulturen oder alpine Anlagen im Umfeld von Skigebieten.

Lesen Sie hier den ganzen Newsartikel von Swissolar.

Quelle: Swissolar, der Schweizerische Fachverband, News

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